KontaktFrequently Asked QuestionsStartseite



Marilyn Manson Valley
 

Neuigkeiten

Bandinfos

Diskographie

Songtexte

Fotogalerie

Tourdaten

Reviews

Diskussion

Chatting

Downloads

Sonstiges

Network




Jetzt bestellen bei Amazon.de
Marilyn Manson - Smells Like Children

"Smells Like Children" ist zu einer Zeit entstanden, in der Manson, so schreibt er in seiner Biographie, eigentlich schon eine Platte produzieren wollte, deren Konzept dem von "Antichrist Superstar" entsprach - nur dass er dem Willen seines geschäftlichen Umfeldes nicht standhielt. Trotzdem ist es genauso ein Album, das alles hat, was Manson zu dieser Zeit wiederspiegelte: Etwas, das von Leuten, die einen gewissen Standard in ihr Leben eingebaut hatten, oft genauso wenig verstanden wird wie vieles künstlerisches extreme und gleichzeitig manchmal die Ignoranz vieler Leute seiner Bedeutung gegenüber einfach auflöst.

Es ist eigen, vielschichtig (Sound-Experimente mit eigenen Interview- und Soundaufnahmen, alternativ produzierte Cover-Versionen, Backwards-Masking, erzählerische Perspektiven...). Unter den letzten Songs findet sich zum Beispiel ein Cover von "Rock'n'Nigger". Geschrieben wurde der Song von Patti Smith, einer Musikerin, die nach New York gezogen ist, und dort immer noch von vielen Leuten als Begründerin wesentlicher Bestandteile des Punk gesehen wird. Typisch eigene Einflüsse findet man vor allem im mittleren Teil, einer Mischung aus Remixes der Songs auf dem Debut-Album und parodierenden Momenten wie die Gespräche eines absolut Drogengeschädigten mit einer genervten Krankenschwester oder Ärztin über seinen Medikamenten-Mißbrauch (Manson: "It was a perfect preface to an album about abuse: sexual abuse, domestic abuse, drug abuse, psychological abuse.").

Viele Fans sehen das Album nur als guten Übergang der sozialkritischen, außenstehenden Zeit in die "Antichrist Superstar"-Zeit. Dennoch steht es für sich selbst und lässt einen sehr großen Raum für Interpretationen, mit denen man sich noch viel genauer beschäftigen könnte, genauso wie mit dem Bibelbezug von "Holy Wood", aber genauso gut hat es Stellen, die völlig ohne Bezug zu Manson einfach nur gute Musik darstellen.

Eine Rezension von Aeskulap