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Marilyn Manson Valley
 

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Unerwatet kommt meistens gut

Was erwartet man von einer Rockband die vor kurzem eine super Platte veröffentlicht hat, die bis auf Rang 3 der amerikanischen Charts geklettert ist? Man erwartet nur eins und zwar das genau die selbe Platte mit nur wenigen Veränderungen und einem neuen Namen auf den Markt kommt. Aber bei Mechanical Animals wird schon nach den ersten 5 Sekunden (!) klar, dass das nicht eine zweite Antichrist Superstar CD werden kann. Denn der erste Titel der Scheibe, die mit einem der wohl coolsten und anregungsstärksten Covern aller Zeiten aufwarten kann, heißt "Great, Big White World" und ist das komplette Gegenteil zu den damaligen "Irresponsable Hate Anthem". Und mit dem Text ("I'm not attached to your world nothing heals nothing grows") macht Mr. Manson uns allen klar, welche Thematik das Mechanical Animals Album ansteuert. Nämlich unter anderen: 1. Die Non-Individualität der Menschen und 2. (ein sehr großes Thema) die Drogen.

Nun gut, der erste Track ist durchgelaufen und ich bin gespannt auf das was als nächstes kommt. "Boah geil", kann man da nur sagen, wenn man die verzerrten Gitarren auf "The Dope Show" hört. Der Text scheint gerade wie zugeschnitten auf heutige "Big Brother" Zeiten. "We're all stars now in the dope show". Ein ziemlich guter Song der an Glam-Rock erinnert. Der nächste Titel, der vielleicht sogar mein Lieblingssong auf der CD ist, fängt ziemlich laut an und beinhaltet große Lautstärkeschwingungen was gut kommt. Und zu alledem sagt Manson auch noch was er ist: "And I was a handgranate that never stopped exploding". Tja, da kann ich nur zustimmen. Über das folgende "Rock is dead" braucht man sich nicht lange unterhalten, da diesen Song nun wirklich jeder fleißige MTV und VIVA2 Gucker kennt. Das was wohl allen klar ist: Das Lied geht einfach ab und ist zum mitsingen gedacht (so seh ich das zumindest). Nach diesem vier-geile-Titel-Marathon wird meine Begeisterung etwas abgebremst. "Disassociative" so wie "Speed of Pain" sind nicht mein Fall und so überspringe ich diese Titel auch meistens. Wenn ich aus beiden wählen müsste würde ich "Speed of Pain" nehmen, weil die Gitarre nicht schlecht ist.

Wow, nach der kurzen Dürreperiode erwartet einen ein Feuerwerk an super geilen, rockenden, etwas poppig klingenden Liedern die mich wieder in den Bann des Machwerkes reißen. "God is a number you cannot count to", so lautet der text von "Posthuman", welches selbst für nicht Rock mögende Leute annehmbar sein sollte, da es einfach genial klingt. "Look at me now got no religion". Der nächste Track hört auch nicht damit auf zu rocken und wird durch die ständig eingestreuten "Hey's" zum Partyrocker überhaupt. Das ist mein Anspieltipp der CD, weil man durch diesen Song zum Manson Fetischist werden kann. Aber das istn och nicht alles, die Partymusikschleife will nicht aufhören "I don't like the drugs" ist das bestimmt am poppigst klingende Lied auf der CD und geht einem durch den eintönigen Text, der trotzdem einen großen Sinn macht, direkt ins Hirn und Herz und daher singt man immer gleich mit.

Also gut ich traue mich kaum den nächsten Track anzusprechen, da es mir schwer fällt mein Manson Lieblingslied (oder eins meiner Lieblingslieder) zu beschreiben: Es ist einfach so wie es ist und so ist es genial. "I'm the new new model I got nothing inside". Yeah, das ist der Hammer und hat weder etwas mit ACSS noch etwas mit Trent Reznor zu tun. Meiner Meinung nach ist das ein Genre das Manson erschaffen hat aber mir fällt kein Name ein. O.K um es kurz zu fassen: Von zehn Liedern sind bis jetzt acht einfach super und zwei zum abschalten. Was soll den jetzt noch tolles kommen, das kann man nicht mehr übertrumpfen denk ich mir und spiele den nächsten Track an. So beim Ende des Liedes stelle ich fest das "User fiendly" ein sehr guter Track ist, der die 5 Partylieder gut ausklingen lässt und einen so auf das ruhige Ende von Mechanical Animals vorbereitet. So den nächsten Songüberspringen wir mal ganz schnell weil er einfach nicht zu Manson passt und widmen uns dem 13 Track: "The last Day on Earth". Träume ich? Diese Art von Lied ist sonst nirgends auf der CD zu finden und unterscheidet sich komplett von allem bisher da gewesen. "I know it's the last day on earth...I know they want me death", das stimmt wohl. Der Song muss ein paar mal gehört werden um ihn richtig zu verstehen und in ihn eindringen zu können. Aber dann kann eine Suchtgefahr ausbrechen und einem bleibt nichts anderes über als den ganzen Tag dieses Lied zu hören, was nicht unbedingt schlecht ist.

So alles da gewesen und jetzt der letzte Track: "Coma White". Meine Erwartungen waren nicht groß, denn mehr als diese CD mir bis jetzt geboten hat kann nicht sein...oder doch? Diese Frage kann man nur mit einen großem, fetten, überdimensionalem JA beantworten. Es fängt an mit einer Gitarre, dann kommt Manson tiefe düstere Stimme dazu die einen fabulösen Text formuliert, den sich jeder zu Herzen nehmen sollte. Ja und dann nach der ersten Strophe bricht ein Feuerwerk aus das unbeschreiblich ist. "A pil to make you numb a pil tomake you dumb a pil to make her anybody else". Ja ein besseres Ende konnte man nicht finden. Noch einmal: "Coma: You were from a perfect world a world that threw me away today today today to run away".

Mr. Manson, mit diesem Meisterwerk der Musikgeschichte haben sie sich tief in mein Herz gebohrt und sie sind ab sofort mein Lieblingsstar. Fazit: Egal ob du ein Rocker, Popper (das hört sich witzig an aber wie soll man es schreiben) oder sonst was bist es kann nur so lauten: KAUF DIESE VERDAMMTE CD, denn wenn du es lässt wirst du nie in deinem Leben erfahren was Musik und Textaussage wirklich bedeutet.

Von Simon am 3. März 2oo1