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MARILYN MANSON - Mechanical Animals

Der dritte Akt des selbsternannten "Antichrist Superstar" und der anderen vier pathologischen Fälle ist nicht nur image-, sondern auch songtechnisch gesehen unter dem Motto "reinvent yourself" einzustufen. Die vielleicht größte Änderung liegt in der Tatsache begründet, daß Egomane Trent Reznor den Produzentensessel dem Egomanenkollegen Manson und dessen Helfershelfer Michael Beinhorn überlassen hat. Damit ist auch die technische Seelenlosigkeit der Musik verschwunden, obwohl die Band es nicht unterlassen hat, ihre Trademarks einzuflechten. Der Gesangsstil hat sich nicht wirklich gewandelt; Marilyn jammert, leidet oder flucht jedoch facettenreicher als zuletzt. Auch die Synthie-Gimmicks oder die breiten, roten Keyboard-Teppiche von Pogo fehlen ebensowenig wie ´The Beautiful People´, Part II, in Form von ´Rock Is Dead´. Wie ein Pop-Art-Künstler integriert Manson T. Rex-Klatscher, Gospel-Chöre (erinnern an Pink Floyds "The Wall"-Opus), Stakkato-Drum-Gewitter, Disco-Bässe, Cheerleader-"Hey, hey, hey"-Anfeuerungen oder melancholische Akustik-Gitarren in seinen Glam-Groove-Metal. Alles jedoch derart songdienlich, daß man immer etwas Neues entdeckt. Auf diesen Boden pflanzt er Textbäume, die bittersüße Früchte namens Hangover-Leere, Schattenseiten des Star-Ruhms oder Kälte der kopflosen Gesellschaft tragen. Dieser 15-Tracker wird zwar nicht den Rock´n´Roll retten - weil der nämlich äußerst lebendig ist -, aber er verbreitet eine Menge Spaß. Und das ganz ohne Anfassen! - Note: 9

Von Francoise Berger für RockHard Ausgabe 138 - zugeschickt von Lecter666